Peter Klimesch, Jahrgang 1940, verbrachte seine Kindheit in Niederbayern und anschließend neun Jahre im Internat der Benediktinerabtei Metten. Am dortigen humanistischen Gymnasium machte er 1959 sein Abitur.
Als Arztsohn war ihm das Medizinstudium mehr oder weniger vorherbestimmt, doch nach wenigen Semestern wechselte er an die Philosophische Fakultät und schnupperte in die verschiedensten Fachgebiete, unter anderem Zeitungs- und Theaterwissenschaft. Nebenbei praktizierte er bei der Lore-Bronner-Bühne, einer Art Landesbühne für Oberbayern. Die Theaterluft ließ ihn nicht mehr los, und so stieg er 1967 als Stellvertretender Leiter und Dramaturg in das neu gegründete Tourneetheater „Schauspiel München” ein.

 

Künstlerisch ambitioniert, aber finanziell eher unterbelichtet, stellte sich schon bald nach seiner Heirat 1969 und erst recht nach der Geburt seiner Tochter 1977 die Frage nach einem gesicherten Auskommen. Das Problem wurde durch die Eröffnung einer Kneipe im Anschluss an das Theater in der Occamstraße nicht kleiner, sondern größer.

 

Mit einer Zulassungsarbeit über die Münchner Biergärten aus geographischer Sicht (!) machte er schließlich 1979 in den Fächern Deutsch, Geographie die Prüfung für das Lehramt an Realschulen. Als Betätigungsfeld blieb ihm wegen der altersmäßigen Begrenzung für die Verbeamtung nur eine Privatschule.

 

An der Wirtschaftsschule Ingolstadt verbrachte er als Lehrer und die letzten Jahre zudem als Betriebsratsvorsitzender die Jahre bis zu seiner Verrentung 2003 nach Altersteilzeit. Doch als Rentner fühlte er sich nicht.